Weinbau: Der lange Weg bis zum Genuss | Foto: DWI/Hartmann
Trinksprüche

Schwäbischer Trinkspruchbeutel
Gefüllt von Wulf Wager, Illustriert von Björn Locke

Typisch schwäbisch klingt es aus diesem Trinkspruchbeutel: Die originellsten und treffendsten Reime und Sprüche aus schwäbischen Wirtshäusern sind in diesem Band versammelt. Wulf Wager hat die Stammtische Württembergs besucht und die Trinksprüche den fröhlichen Zechern abgelauscht. Die Sammlung enthält auch die traditionellen Trinksprüche der Haller Sieder.

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Schwäbischer Alkoholtest:
Geht Ihnen der nachfolgende Satz leicht von den Lippen, sind Sie durchaus
noch weiter trinkfähig: Dr Pabscht hot ‘s Schbätzlesb’schteck
z’schpät b’schtellt!

Hoch da Kolba, nei da Zenka,
morga miaß mr Wasser trenka,
übermorga Moscht-
drum proscht!

Älle Äckerle, älle Wiesa,
miaßat ons da Hals nabfließa.
Proscht und proscht
und ällaweil proscht
und wenn’s uns ‘s ganze Häusle koscht!

Trollinger, in kleine Gläsle genossa
schadet au in größere Menga net.
Leit au no a Äckerle broch,
muaß des au no d’ Gurgel noch!

Saufsch, no stirbsch.
Saufsch net, no stirbsch au,
also sauf!

Was glotzsch, Du roter Donder?
Pass auf, i schluck di nonder!

Essa ond trenka
send die drei schenschte Sacha
uf dr Welt.


Aus dr Kehle tönt an dompfer Schrei:
Schütts nei, schütts nei!
Müde bin i, gang zur Ruah,
decke meinen Ranza zua,
Herrgott lass den Kater mein
morgen net so grausam sein.
Bitte schenk mir wieder Durscht,
alles and’re isch mir wurscht !


Des Reh sprengt hoch,
des Reh sprengt weit,
warom au net, es hot jo Zeit!


Am achta Tag
hot der Herrgott des Bier erschaffa
ond seither hört mr nix me von ehm.


Alle merkat,
wenn i b’soffa be,
aber koiner merkt,
wenn i Durscht hau.




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